… wenn die Sonne nicht mehr untergeht …

Da habe ich mich ziemlich verschätzt! Ich rechnete mit ca. 5000 km Autofahrt in diesem Urlaub, am Ende stehen exakt 8316 km auf dem Tacho!
Trotz der vielen Kilometer reisen wir entspannt und machen interessante Erfahrungen, die wir nicht missen möchten.
Von fünf Dingen, die ich unbedingt sehen wollte, sehen wir vier und sind von deren Schönheit fasziniert:

für unseren fünften Norwegentraum, Nordlichter zu sehen, ist es im Sommer einfach zu hell. Man muss sich eben zwischen Mitternachtssonne und Nordlichtern entscheiden, denn beides zur gleichen Zeit zu genießen geht leider nicht …

Für drei der vier oben aufgelisteten Highlights gibt es jeweils eigene Seiten, auf die du mit entsprechenden Links von dieser Seite kommst. Alles was sich um diese Höhepunkte herum ereignet, beschreibe ich auf dieser Seite.


der lange Weg nach Norden

Dieser beginnt am 26. Juni nach der Arbeit. Wir nehmen ein paar Überstunden um mittags zu hause zu sein, verstauten alles im und auf dem Auto und los geht es. Auf kürzestem Weg fahren wir über die A14, A38 und A7 nach Hamburg, Flensburg, Kolding, Aarhus immer weiter nach Norden. Die Fahrt verläuft ohne irgendwelche Staus oder Zwischenfälle und wir rollen, abgesehen von zwei Pausen, einfach durch bis Hirtshals – Ankuft nach 1115 km, am 27. Juni ca 01:50 Uhr.

Nach einer angenehmen Nacht im Hafengelände von Hirtshals und einem entspannten Tag im Ort und am Strand, fahren wir pünktlich um 18:00 Uhr in Hirtshals ab, um das Skagerrak gen Norden zu überqueren.

Wir landen ebenfalls Pünktlich um 20:15 in Kristiansand und steuern den uns aus dem letzten Jahr bekannten Storstraumen-Rastplatz an der E9 an, um unsere Zeit in Norwegen in Ruhe zu beginnen.

Da wir am 28. Juni ein Geburtstagskind unter uns haben, lassen wir uns diesen Tag viel Zeit. Nach Frühstück und ausgiebigem Schwimmen im Bergsee, setzen wir uns langsam in Bewegung. Wir verlassen die E9 und fahren auf kleineren Straßen durch das schöne Telemark. Als erstes begegnet uns ein Wasserfall. Wir halten natürlich begeistert an und betrachten diesen im Bach watend. Mit dem glasklaren Wasser füllen wir unsere Trinkwasservorräte auf – das werden wir ab jetzt nach Möglichkeit immer in den klaren Bächen und Wasserfällen tun. Als nächstes besichtigen wir den alten Bergbauernhof Grimdalstunet mit Café und Galerie.
Hier lassen wir es uns gut gehen, besichtigen alles und genießen Kaffee, Apfelkuchen mit Vanilleeis oder Salat – ganz nach Geschmack.

Weiter führt uns der Weg zur Stabkirche Eidsborg. Hier sparen wir uns (im wahrsten Sinne des Wortes) das teure Museum und genießen den alten Holzbau in der grandiosen Landschaft der Telemark. Von hier fahren wir weiter nach Norden und genießen die Fahrt, bis wir irgendwo ganz im Norden der Telemark einen Platz zum Übernachten finden.

Weiter geht es nach Norden. Wir streifen den Jotunheimen Nationalpark, dessen Gebirge wir auf der Rücktour zweimal überqueren werden und wir erahnen bereits jetzt dessen Schönheit. Bei Otta treffen wir schließlich auf die Straße E6, die uns bis über den Polarkreis bis nach Tromsø bringen soll. Heute soll es bis in die Nähe von Trondheim gehen. Wo genau wir für die nächste Nacht unterkommen wissen wir noch nicht. Wir wissen nur vom Wetterbericht, dass wir in´s Regenwetter hineinfahren werden.

Während wir am Abend noch Glück haben mit dem Wetter haben wir am nächsten Morgen keine Lust im strömenden Regen und 8°C Frühstück zu machen oder gar Trondheim anzuschauen und fahren lieber weiter. Da Sonntag ist, gönnen wir uns ein ausgiebiges Frühstück in einer Pension mit Café irgendwo an der E6. Der Regen lässt nach, und wir kommen bis kurz vor Mo i Rana. Wir sehen uns eine Marina und einen kleinen Zeltplatz an und entscheiden uns für den Zeltplatz, um die Nacht zu verbringen.

In dieser Nacht fängt es wieder stark an zu regnen, sodass wir früh um 6:00 Uhr notdürftig packen und weiterfahren. Unter dem Dach einer noch geschlossenen Tankstelle räumen wir das Auto auf.

Im Polarsirkelsenteret hoffen wir ein Frühstück zu bekommen, leider gibt es da nur teuren Fastfood und ebenso teure Souvenirs. Wir fahren weiter und bekommen dann in Fauske in einem kleinen An- und Verkauf-Laden ein ordentliches Frühstück und einen heißen Kaffee. Auch wenn dies unsere Stimmung enorm hebt, lässt sich das Wetter diesmal nicht umstimmen.

Es geht durch eine schöne, aber verregnete Landschaft. Schließlich stehen wir in Bognes vor der Fähre und haben nun die Wahl nach Skarberget über zu setzen um die E6 weiter Richtung Tromsø zu fahren oder die Fähre nach Lødingen zu nehmen, um die nächsten Tage dort zu Wandern. Der Wetterbericht ist eindeutig: In Tromsø ist immer noch schlechtes Wetter, auf den Lofoten soll es sonnig werden.

Die Entscheidung ist schnell getroffen, es geht nun auf die Lofoten und Vesterålen. Wenn Du chonologisch weiter lesen und schauen möchtest, dann gehe einfach auf die Lofotenseite


Wandern auf den Lofoten und Vesterålen

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Nach diesen schönen Erlebnissen fahren wir auf der E6 weiter Richtung Tromsø.


Wanderung auf den Storsteinen hoch über Tromsø

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Nach einem schönen Tag mit grandiosen Ausblick über Tromsø, fahren hinüber auf die Insel in die Stadt, schauen uns dort noch etwas um und steuern dann einen Zeltplatz am Fjord, ein paar Kilometer nordöstlich von Tromsø an.

Hier am nördlichsten Punkt unserer Reise sehen wir endlich zum ersten mal die Mitternachtssonne. Wir bekommen einen Stellplatz direkt am Fjord, sodass keine Zelte oder Fahrzeuge zwischen uns und dem Naturschauspiel stehen. Die Wolkendecke ist erstmals so aufgelockert, dass wir hoffen dien Sonne über den Horizont rutschen zu sehen. Nachdem wir uns gestärkt und gepflegt haben kann die Show beginnen:


zurück nach Süden

Am nächsten Tag starten wir in aller Ruhe unseren Weg nach Süden. Wir besichtigen in Tromsø die Eismeerkathedrale und fahren den ganzen Tag durch das gesegnete Land mit seinen herrlichen Landschaften. Am Nachmittag überlegen wir, ob wir auf der Insel Storoya im wunderschönen Efjord übernachten wollen. Doch die sanitären Anlagen sind nicht sehr einladend und wir fahren weiter und stehen plötzlich in Skarberget in eine Autoschlange für die Überfahrt mit der Fähre nach Bognes von wo wir vor eineinhalb Wochen zu den Lofoten übergesetzt haben. Auf der Überfahrt über den Tysfjorden lassen wir die Lofoten diesmal rechts liegen, denn wir wollen nach Süden. Am Straumfjord finden wir einen herrlichen Übernachtungsplatz und erleben hier in schönster Kulisse noch einmal die Mitternachtssonne.

Nach ausgiebigem Frühstück und dem Auffüllen der Trinkwasservorräte geht es weiter nach Süden. Das Polarsirkelsenteret empfängt uns diesmal mit freundlichem Wetter, welches wir gern nutzen um uns hier umzuschauen.

Auf unsere Reise begegnen wir vielen wunderbaren Plätzen, die uns für eine Mahlzeit oder gar zu einer Übernachtung einladen. Oft fährt man von der Straße ab um zu rasten und findet sich plötzlich in einer völlig unerwartet schönen Landschaft wieder.

In Trondheim kommen wir gegen 22:00 Uhr an. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass wir eine menschenleere, schlafende Stadt antreffen. Die Norweger feiern die hellen Nächte und wir stromern durch die schöne Stadt am Trondheimfjord.

gegen 23:30 Uhr geht es weiter – immer nach Süden, wir übernachten an irgendeinem Rastplatz und fahren nach dem Frühstück weiter, denn wir haben noch ein großes Ziel.
Um dorthin zu gelangen verlassen wir bei Otta die E6 und fahren nach Westen. Vor uns liegt wieder der Jotunheimen Nationalpark. Diesmal fahren wir mitten durch und übernachten ein paar Meter oberhalb von Nedre Oscarshaug.
Von diesem herrlich gelegenen Platz sieht man den Gipfel des Galdhøpiggen, mit seinen 2469 Metern der höchste Berg Skandinaviens, jedoch nicht unser angestrebtes Ziel.
Wir genießen die Aussicht von unserem Stellplatz, buchen online unsere geführte Tour für den nächsten Tag und schlafen himmlisch in dieser einmaligen Bergwelt.

Zum ersten mal nach zwei Wochen Urlaub klingelt bei uns der Wecker. Wir wollen heute auf einen Gletscher, unsere Tour starten um 11:00 Uhr, also müssen wir um 8:00 Uhr abfahren um rechtzeitig da zu sein.
Die Fahrt geht vom Jotunheimen Nationalpark nach Westen durch eine bezaubernde Landschaft, bis wir schließlich vor einem eigenwilligen Gebäude, dem Besucherzentrum des Gletschers stehen.


Wir besteigen den größten Inlandsgletscher Europas, der Jostedalsbreen – genauer gesagt einen seiner Auslassgletscher, den Nigardsbreen.

unsere Gletschertour

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der Süden – wilde Klippen, tolle Orte …

Die Urlaubstage, die wir noch haben, nutzen wir um uns in Norwegens schönem Süden zu erholen. Um dahin zu gelangen, fahren wir wieder über das Jotunheimen-Gebirge und dann auf der E6 nach Süden.

Unser nächstes Ziel ist das Südkap. Hier erwartet uns Lindesnes Fyr, der südlichste Leuchtturm Norwegens und schöne wilde Klippen. Bei sonnigem Wetter, aber kräftigem Wind genießen wir den Sonnenuntergang und gewöhnen uns wieder an die kurzen Nächte ohne Licht.

Von hier aus fahren wir an einen Ort, den wir bereits im letzten Jahr kennen und lieben gelernt haben. Mit seinem fast mediterranen Flair fasziniert uns die Insel Hidra auch auf dieser Reise. Wir laufen durch den Ort, genießen die Sonne und probieren im einzigen, kleinen Café der Insel leckere „Kringele“ zum Kaffee.
Wie beim letzten mal stehen wir im Hafen von Kirkehamn. Unerwartet werden wir vom holländischen Angler aus dem Nachbarwohnmobil mit Fischen beschenkt, die er gerade frisch gefangen hatte. So haben wir eine tolle Mahlzeit am Abend.

Nun wird es für uns wieder Zeit das Skagerrak zu überqueren. In Langesund genießen wir, während wir auf die Fähre warten noch einmal das Hafenflair und nehmen Abschied von Norwegen – doch wir werden wiederkommen!
In Dänemark verbringen wir noch zwei schöne Tage am Strand bei Fjaltring. Bevor wir nach hause fahren, verabschiedet sich die Nordsee mit einem beeindruckenden Sonnenuntergang bei uns.

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